
Die kirchliche Trauung ist für viele Paare der eigentlich festliche Akt einer Trauung. Sie sollte zwar, muss aber nicht unbedingt Ausdruck einer tiefen Gläubigkeit sein. Allerdings wird der Ehebund in der Kirche ein zweites Mal bekräftigt.
Eine kirchliche Trauung lässt sich wunderbar zelebrieren. Der Organist spielt instruierte Lieder und die Stimmen des Kirchenchors geben der Hochzeit ein feierliches Ambiente. Die Tränen der Eltern oder Schwiegereltern sitzen locker und die Atmosphäre ist feierlich aufgeladen. Das herrliche Kleid der Braut kommt beim Betreten des Kirchenportals erst so richtig zur Geltung und die Brautjungfern passen stimmig in das Bild. Kerzen und Blumenschmuck tun ihr Übriges, die Ringe werden ausgetauscht und der Pfarrer spricht die treffenden Worte. Wer sich für eine kirchliche Trauung entscheidet, hat schon im Vorfeld genügend zu tun. Das Paar muss ein sogenanntes Eheseminar besuchen und die Abfolge am Tag X muss akribisch festgelegt werden. Die Fürbitten müssen besprochen, die Lieder ausgewählt werden, die Kirche braucht entsprechenden Schmuck. Der Gang vor den Traualtar sollte eine individuelle Angelegenheit sein, doch oft stecken Verwandte oder Konventionen hinter solchen Entscheidungen. Schön, wenn es nicht so ist und das Brautpaar sein Versprechen vor Gott geben möchte.
Die kirchliche Trauung findet immer erst nach dem Standesamt statt. Sie kann ebenso an einem anderen Tag durchgeführt werden. Die meisten Paare gehen am Freitag zum Standesamt und am Samstag findet die Trauung in der Kirche statt. Im Standesamt sind in der Regel nur die engsten Verwandten und die Trauzeugen dabei. Erst nach der kirchlichen Trauung findet die eigentliche Hochzeitsfeier statt. Dem zufolge ist die ganze Hochzeitsgesellschaft bereits in der Kirche anwesend. Die Gäste tragen bereits während der kirchlichen Zeremonie die angesagte Festkleidung. Die Sitzordnung ist bis auf die ersten Reihen nicht festgelegt. Gleich hinter dem Brautpaar nehmen die Eltern, Schwiegereltern, Großeltern, Trauzeugen und Geschwister Platz, weiter hinten teilt sich das Feld zwischen den restlichen Verwandten und den Freunden auf. Diese Rangfolge sollte auch beim Auszug aus der Kirche gewahrt werden. Die Brautjungfern versammeln sich rund um die Braut. Sie gehen voran und streuen Blumen oder sie tragen den Schleier der Braut. In kleinen Orten kann es üblich sein, dass der Hochzeitszug die Kirche verlässt und anschließend einen kleinen Rundgang durch die Straßen macht.