
Trinkspiele sind zwar ungeheuer beliebt, aber mit etwas "Fingerspitzengefühl" durchzuführen. Einmal ist das Risiko von gewissen Entgleisungen aufgrund des getrunkenen Alkohols nicht ganz von der Hand zu weisen, zum anderen erfordern einige der Spiele engen bis engsten Körperkontakt. Der Spielleiter-oder Initiator sollte sich daher vorab mit den Regeln und der Spieldurchführung genauestens vertraut machen und überlegen, welches Spiel mit welchem Personenkreis durchgeführt werden kann.
Das Eiswürfelspiel
Das Eiswürfelspiel ist eines der Trinkspiele, das am besten im Kreis sehr guter Bekannter durchgeführt wird. Es führt zu engstem Kontakt zwischen den Mitspielern. Neben genug Getränken braucht man nur einen Eiswürfel. Dieser wird vom ersten Mitspieler in den Mund genommen und an den nächsten Spieler weitergegeben, ohne ihn mit der Hand zu berühren. Dies geschieht zwischen den im Kreis stehenden Spielern so lange, bis der Würfel geschmolzen oder herunter gefallen ist. Diejenigen Mitspieler, zwischen denen das passiert ist, trinken. Mit jeder Runde wird das Spiel wegen nachlassender Koordination schwieriger und damit lustiger.
Ebenfalls eins der Trinkspiele mit hochgradigem Kontakt ist die Kusspistole, bei der der getrunkene Alkohol von Mund zu Mund weitergegeben wird. Der Spaßfaktor ist hochgradig, die Hygiene ist nicht jedermanns Sache. Für den Verlierer müssen Sanktionen festgelegt werden, zum Beispiel das Trinken eines sehr hochprozentigen oder scheußlich schmeckenden Getränks oder das Ablegen eines Kleidungsstückes.
Ein Klassiker der Trinkspiele ist Saugen, Blasen, Trinken. In heterosexuellen Gruppen setzen sich die Mitspielerinnen abwechselnd männlich/ weiblich nebeneinander. Der erste Mitspieler saugt eine Spielkarte an, dreht sich zum Nachbarn und gibt sie an diesen weiter, der sie auch nur mittels Saugen aufnehmen kann. Wer die Karte fallen lässt, muss trinken, in der Regel betrifft das die beiden Spieler, zwischen denen die Karte gefallen ist.
Trinkspiele können generell mit Karten, Würfeln und Brettern durchgeführt werden, daneben gibt es Trinkspiele, die Geschicklichkeit, Aktivität oder Sprechen und Denken erfordern. Mit letzteren kann man den Abend beginnen, da sie erstens am besten funktionieren, wenn noch nicht so viel getrunken wurde, und zweitens ohne Körperkontakt stattfinden, auf den sich die MitspielerInnen wahrscheinlich erst ab einem bestimmten Stadium einlassen. Dazu gehören das altbekannte Kinderspiel "Ich packe meinen Koffer", in welchem es um nichts weiter geht als sich die Sachen zu merken, die schon im Koffer sind. Es trinkt derjenige zuerst, den das Gedächtnis verlassen hat, weil er nicht mehr alle Gegenstände im Koffer zusammen bekam.